Intelligente Steuerung verbessert Energieeffizienz

 
 

Erneuerbare Energien sind weiterhin im Aufwind. Den unbestrittenen Vorteilen im Blick auf Umweltaspekte steht jedoch ihr nur ser begrenzt planbares Verhalten entgegen. Sonnen- und Windenergie ergänzen sich zwar im Jahresverlauf hervorragend - aufgrund von regeltechnischen Problemen werden aber zunehmend Windkraftwerke abgeschaltet. Wertvolle Energie wird so nicht genutzt.

Gefördert vom Bund und Land Rheinland-Pfalz im Konjunkturprogramm II werden im Projekt "mySmartGrid" am Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik in Kaiserslautern intelligente Steuerungssysteme entwickelt. Diese passen den Energieverbrauch der Erzeugung der Energie an. "Vernünftig wäre es, wenn ich meine Geräte dann einschalte, wenn sowieso viel Wind- oder Sonnenstrom im Stromnetz verfügbar ist", erklärt Projektinitiator Franz-Josef Pfreundt. "Dabei möchte ich mir aber keine Gedanken über das aktuelle Energieangebot oder über den Schutz meiner privaten Verbrauchsdaten machen müssen."

Das Projekt hat drei Phasen:

  1. Energieverbrauch messen und transparent machen. Dabei greifen wir auf den Flukso zurück. Die Anzeige von Verbrauchsinformationen erfolgt dabei sowohl online als auch mit Hilfe des Chumby.
  2. Regelung des Energieverbrauchs von wärmespeichernden Verbrauchern wie Tiefkühltruhen oder Wärmepumpen. Dabei sollen die internen Regelungen der Geräte durch externe Signale übersteuert werden. Ziel ist es, im Falle eines Überangebotes an Strom (z.B. viel Windenergie) möglichst viel Energie aufzunehmen, um später entsprechend weniger Strom zu benötigen. Die Regelung wird dabei auf dem Chumby ausgeführt, die Kommunikation läuft auf der Basis von digitalStrom.
  3. Das System wird - parallel zu den beiden ersten Phasen - in möglichst viele Haushalte installiert. Ziel ist es, bis zu 1000 Testhaushalte mit der Technologie auszustatten. Das Regelpotential des so geschaffenen virtuellen Verbrauchers soll zusammen mit Energieverbrauchern zum Nutzen der Testhaushalte am Strommarkt vermarktet werden. Hierzu wird eventuell eine Genossenschaft gegründet.

Die entwickelte Soft- und Hardware ist bis auf die digitalStrom-Komponenten komplett als Open-Source verfügbar. Ebenso wollen wir sicherstellen, dass nur notwendige Daten erfasst werden und die Testkunden jederzeit die volle Kontrolle über ihre Geräte haben.

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben bitten wir Sie, sich unten zu registrieren. Wir planen, Ende März die ersten Testkunden mit Geräten auszustatten.

 
 

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